DIY-Anleitung für ein Frühlingsgesteck

| Autor: Lisa | Kategorie: Frühling 

Wenn die Vögel wieder fröhlich ihr Lied zwischen den Bäumen, die nach und nach ihre Knospen hervorbringen, anstimmen, ein frischer Duft in der Luft liegt und die Natur wieder mit der ganzen Farbpalette ihr künstlerisches Können zeigt, dann ist er endlich da, der Frühling. Lang herbeigesehnt wurden die zarten Sonnenstrahlen und die ersten bunten Blüten nach den kühlen Tagen. Und ein passendes Blumenarrangement bringt auch ein Stück Frühling in die eigenen vier Wände:

1. Schritt: Vorbereitungen
Für das Gesteck werden folgende „Zutaten“ benötigt:

  • Zum Gesteck farblich passender Topf oder Vase
  • Steckmasse (grün)
  • Wasser zum Gießen
  • Tulpen in Rosa (Tulipa), ca. sieben bis zehn Stück
  • Tulpen in Weiß (Tulipa), ca. sieben bis zehn Stück
  • Ehrenpreis (Veronica) in blauviolett
  • Lenzrosen (Helleborus x hybridus; früher: Helleborus orientalis) in Burgunderrot
  • Heidelbeerzweige (Vaccinium myrtillus)
  • Eucalyptus (Eucalyptus parvifolia)

2. Schritt: Größe und Form des Gestecks
Die Steckmasse vorab in Wasser legen und warten, bis diese durchtränkt ist. Von der Steckmasse wird anschließend ein rechteckiger Block abgeschnitten und in den Topf oder die Vase gesetzt. Wichtig ist, dass die Steckmasse einen festen Halt im Gefäß hat. In einem zweiten Schritt werden von der Steckmasse mit einem kleinen Messer stückweise die Ecken entfernt und die Steckmasse so halbrund in Form gebracht. Hierbei ist zu beachten, dass die Form der Steckmasse schlussendlich auch die Form des Gestecks bestimmt.

Anschließend wird das Gefäß mit etwas Wasser aufgefüllt.

Mit dem Schnittgrün wird das Gesteck begonnen, um so den bunten Blüten den Platz in den vorderen Reihen zu sichern, in denen sie besonders schön zur Geltung kommen.

In einem ersten Schritt werden ein bis zwei grüne Zweige von Eucalyptus parvifolia in der Mitte der Steckmasse platziert. Mit den Zweigen wird eine Art Gerüst für das Gesteck aufgebaut und so Höhe sowie Breite des Gestecks abgestimmt. Bevor die Zweige in der Steckmasse angebracht werden, sollten die Blätter am unteren Ende des Zweiges entfernt werden, damit diese einen besseren Halt in der Steckmasse haben. Ebenfalls sollten die Zweige unten schräg angeschnitten werden.

Im Anschluss werden weitere Eucalyptus-Zweige ringförmig am Rand der Steckmasse verteilt. Hierbei ist es wichtig, die Struktur sowie die Breite des Gestecks zu berücksichtigen. Dieser Arbeitsschritt wird anschließend noch einmal mit einer zweiten Sorte Schnittgrün z. B. Heidelbeerzweigen (Vaccinium myrtillus), die wunderbar zum Frühling passen, wiederholt. Wichtig ist bei diesem Schritt darauf zu achten, dass die Steckmasse bereits etwas unter dem Grün verschwindet.

3. Schritt: Jetzt wird es bunt!
Endlich kommt auch etwas Farbe ins Spiel: Auch die Tulpen sollten vorab eingekürzt und schräg angeschnitten werden. Ebenfalls sollten hier die unteren Blätter entfernt werden; eine Ausnahme sind kleinere Blätter in der Nähe der Blüte, die der Tulpe im Gesteck zusätzliche Stabilität geben.

Begonnen werden sollte allerdings mit einer Tulpenfarbe, um so eine gleichmäßige Verteilung im Gesteck zu gewährleisten. Tulpen sollten generell lieber etwas kürzer geschnitten und gesetzt werden, da diese speziell auch in warmen Räumen noch nachwachsen.

Mittels tiefer im Gesteck platzierten Tulpen oder auch mit Knospen kann ein weiterer Teil der Steckmasse verdeckt werden. Zusätzlich sorgen diese auch für eine attraktive Tiefenwirkung und lassen das Gesteck natürlicher wirken.

Sind alle Tulpen einer Farbe gleichmäßig in der Steckmasse verteilt, kann damit begonnen werden, das Gesteck mit der zweiten Tulpenfarbe aufzufüllen.

Weitere Farbakzente werden mit Lenzrosen (Helleborus x hybridus) in burgunderrot gesetzt. Zweige, die eine Verzweigung aufweisen, können vor dem Einsatz im Gesteck geteilt werden, um diese je nach Bedarf im Gesteck zu platzieren.

Die großen Helleborus-Blüten fügen sich schön zwischen den grünen Zweigen ein und können, falls notwendig, mit dem Gerüst noch zusätzlich stabilisiert werden. Knospen können beispielsweise als kleine Blickfänger platziert werden. Kleine Blätter können auch hier wieder dazu dienen, die Steckmasse zu verdecken. Wichtig ist hierbei auch wieder auf eine gleichmäßige Verteilung zu achten, so dass das Gesteck von jeder Seite gleich aussieht. Lieber an einer Stelle noch einmal nachbessern.

Ehrenpreis-Zweige in einem kräftigen Blauviolett bilden den Abschluss des Gestecks und fügen sich harmonisch in das Gesamtbild ein. Mit ihren länglichen Blütenständen und dem intensiven Farbton geben sie dem Gesteck aber auch einen interessanten Akzent. Auch hier sollten die unteren Blätter entfernt und die Zweige schräg angeschnitten werden. Die Zweige gleichmäßig verteilen und beim Platzieren darauf achten, diese vorsichtig in die Steckmasse einzubringen, um so die anderen Pflanzen nicht zu beschädigen.

4. Schritt: Den Frühling genießen
Zum Schluss sollte das Gesteck noch einmal kontrolliert und darauf geachtet werden, dass die Steckmasse nicht mehr auf den ersten Blick zu sehen ist. Mit seinen Pastelltönen und dem kräftigen Blauviolett bringt das Gesteck nun eine zarte Frühlingsstimmung in die eigenen vier Wände und sorgt ganz bestimmt für begeisterte Blicke.

5. Unser Tipp vom Mainau-Gärtner
Falls eine Pflanze im Gesteck aus Versehen falsch platziert wurde, sollte das Loch in der Steckmasse mit einer ähnlich großen Pflanze aufgefüllt werden, um einen Stabilitätsverlust zu vermeiden. Damit man lange Freude an dem Frühlingsgesteck hat, sollte es etwa alle zwei Tage gegossen werden. Steht es in einem warmen Raum, sollte das Gesteck sogar täglich eine Portion Wasser erhalten. Ob noch genug Wasser in dem Topf vorhanden ist, verrät auch das Gewicht beim kurzen Anheben des Topfes.

Schlagwörter: Frühlingsgesteck, Frühlingsblumen, Tulpen, Lenzrosen, Ehrenpreis

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