Der Stauden-Hibiskus

| Autor: Andrea | Kategorie: Sommer  Herbst 

Ab Ende Juli zieht uns ein Malvengewächs (Malvaceae) mit seinen bis zu 25 cm großen Blüten magisch an. Es sind verschiedene Sorten des Stauden-Hibiskus (Hibiscus moscheutos-Hybriden), die etwas exotisches Flair in den Garten oder auf die Terrasse zaubern. Aber nicht nur wir freuen uns über die spätsommerliche Blüten, auch Bienen und Hummeln lieben sie.

Die Staude mit nordamerikanischen Wurzeln
Im Handel sind winterharte Kreuzungen erhältlich, die u.a. aus nordamerikanischen Wildformen wie Hibiscus coccineus und H. moscheutos hervorgegangen sind. Im Gegensatz zu den älteren Sorten sind die neuen Züchtungen auch in unseren Gärten bis -20 °C winterhart. Die Stauden, die jedes Jahr erneut aus dem Wurzelballen austreiben und bis zum Herbst eine Höhe von 80-180 cm erreichen, bilden trichterförmige Blüten mit einem Durchmesser von bis zu 25 cm aus. Das Farbspektrum reicht dabei von weiß über rosa bis hin zu pink oder rot. Sie erscheinen von Ende Juli bis in den Oktober hinein und verlängern so den Sommer in unseren Gärten oder auf der Terrasse. Bewährte Sorten sind beipielsweise 'My Valentine' (blutrot, 160 cm), 'Berry Awesome' (dunkel lavendelrosa, 100 cm) oder 'Cherry Cheesecake' (weiße Blüte mit kirschrotem Zentrum, 100 cm). Die ahornähnlichen Blätter sind bei vielen Sorten grün, es gibt jedoch auch Sorten mit rötlichem Laub wie z.B. 'Kopper King' (weiße Blüte mit rotem Zentrum, 170 cm).

Die blutrote Sorte 'My Valentine' setzt zusammen mit Gräsern sehr schöne Akzente im spätsommerlichen Staudenbeet.

Standort und Pflege
Der Stauden-Hibiskus wird auch als Sumpf-Roseneibisch bezeichnet, da er im Sommer sehr viel Wasser benötigt. Im Winter hingegen sollte die Pflanze wesentlich trockener stehen und Staunässe unbedingt vermieden werden. Im Garten gönnt man dem Stauden-Hibiskus etwa einen Quadratmeter Platz in voller Sonne. Die Erde ist im Idealfall nährstoffreich, lehmig-humos und frisch, im Sommer auch gerne feuchter. Trockenheit ist während der Vegetationsphase durch ausgiebige Wassergaben zu vermeiden. Im Frühjahr versorgt man die erst spät austreibende, dann aber zügig wachsende Pflanze mit einem Blumen-Langzeitdünger. Die Pflanze kann auch in einem etwa 50 cm großen Kübel kultiviert werden. Sie sollte dann im Herbst gut eingepackt nahe an die Hauswand gerückt werden oder besser in ein frostfreies, kühles Winterquartier ziehen. Vor der Überwinterung kürzt man die diesjährigen Triebe auf 20 cm ein. Ab Mitte Mai treiben neben den alten Trieben die neuen, grünen Triebe aus der Erde. Die alten, braunen Triebe können jetzt vorsichtig bodeneben abgeschnitten werden.

Die pinken Blüten der Sorte ‘Mauvelous‘ ziehen nicht nur im Garten die Blicke auf sich, sondern können auch Farbe in einen Sommersalat oder Früchtetee zaubern.

Schlagwörter: Hibiskus, Stauden, Roseneibisch, Sumpf-Eibisch, Riesenhibiskus, winterhart, Prachtstaude

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