Der Komposthaufen – Wertvolles Recycling im Garten

| Autor: Verena | Kategorie: Frühling  Sommer  Herbst  Winter 

Alles Organische verrottet und zersetzt sich. Dabei entsteht Kompost. Mit Kompost verbessert und belebt man den Boden im Garten und er ist natürlicher Dünger par excellence. Dabei handelt es sich um eines der ältesten Recyclingverfahren der Welt. Die Vorteile sind offensichtlich: Garten- und Küchenabfälle, die Sie im Garten kompostieren, müssen nicht als Abfall entsorgt werden. Empfehlenswert ist der eigene Komposthaufen aber nur dann, wenn auch der Bedarf dafür vorhanden ist. Wenn nur geringe Gartenflächen zum Düngen mit Kompost existieren, dann kann dies auch zu einer Überversorgung des Bodens führen.

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Mit der Kompostierung leisten Sie einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz und tragen entscheidend zur Bodengesundheit in Ihrem Garten bei. Hier haben wir für Sie ein paar einfache Regeln für einen guten Komposthaufen zusammengetragen.

Was ist eigentlich Kompost?
Pflanzenmaterial aus dem Garten wird im Komposthaufen durch Kleinstlebewesen und Mikroorganismen zersetzt und dabei zu wertvollem Humus umgebaut. Durch Ausbringung des fertigen Kompost schließt sich der Kreislauf im Garten wieder.

Was eignet sich für den Kompost?
Gut kompostieren lässt sich das Schnittgut von Ziergehölzen, wenn es vorher mit einem Häcksler zerkleinert wurde. Auch Stroh und unbehandelte, zerkleinerte Rinde sind geeignet. Des Weiteren verwendbar sind Gras, Laub, Reste von Stauden, Beet- und Balkonpflanzen, Gemüse- und Obstabfälle aus Garten und Küche. Nur bedingt und in kleineren Mengen sind auch Schnittblumen, Topfpflanzen, Schalen von Südfrüchten (am besten unbehandelt), Obstreste und Kaffeesatz sind ein Festmahl für Kompostwürmer.

Nützliche Helfer für den Kompost: Kompostwürmer (Eisenia fetida) gehören zur Familie der Regenwürmer und sie verbessern die Bodenstruktur im Garten.

Welcher Standort eignet sich für den Komposthaufen?
Der beste Platz im Garten für den Komposthaufen ist eine halbschattige, windgeschützte und gut zugängliche Stelle. Ein direkter Anschluss zum Boden ermöglicht den verschiedenen Lebewesen das Zu- und Abwandern. Beim Aufsetzen des Kompostes ist eine ausgewogene Mischung aus allen Bestandteilen, die Sie auf den Kompost geben, sehr wichtig. Achten Sie außerdem auf eine gute Vermischung der krautigen mit den holzigen Teilen.

Welches Kompostbehältnis soll für den Kompost gewählt werden?
Moderner Thermokomposter oder klassischer Komposthaufen? Es gibt verschiedene Möglichkeiten das „schwarze Gold“ des Gärtners zu gewinnen. Bei offenen Systemen wie dem altbewährten Komposthaufen erfolgt der Wasser- und Luftaustausch auf natürliche Weise und ist dabei abhängig von der vorherrschenden Witterung. Sogenannte Thermokomposter sind Garant für eine schnelle Umsetzung, sie überzeugen außerdem durch einen geringen Platzbedarf. Allerdings sollte bei diesem geschlossenen System auf eine ausreichende Belüftung geachtet werden. Fertige Kompostbehälter aus Holz, Metall, Beton, Kunststoff gibt bereits fertig im Handel erhältlich. Empfehlenswert ist ein Fassungsvermögen von einem Kubikmeter Volumen.

Was tun bei üblen Gerüchen?
Feuchten Sie mit dem Schlauch oder der Gießkanne alles gut an. Die Bakterien, Pilze, Insekten und Würmer, die die organische Masse abbauen, wünschen eine feuchte und zugleich luftige Umgebung. Eine Handvoll Urgesteinsmehl auf jede 20 cm dicke Lage frisches Material trägt zur Bildung von Dauerkompost bei und kann auch unangenehme Gerüche verhindern. Zu viel Nässe oder zu wenig Sauerstoff begünstigt Fäulnisprozesse, die zu sehr unangenehmen „Düften“ führen können. Stinkt es sehr, dann sollten Sie den Kompost umsetzen und trockenes, gröberes Material beimischen. Gut verrotteter Kompost riecht frisch und erdig. Bei zu viel Trockenheit stockt der Verrottungsprozess allerdings gänzlich, dann sollte der Kompost auch bewässert werden.

Reif für den Kompost
Kompost braucht seine Zeit: Der fertige Kompost kann frühestens nach sechs Monaten mit einem Durchwurfsieb von groben Bestandteilen befreit und zum Abdecken von Pflanzflächen verwendet werden. Reifer Kompost benötigt allerdings gute zwölf Monate.

Schlagwörter: Kompost, Bodenverbesserung, Gartendünger, Nutzgarten

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