Glücksklee – mehr als nur ein Glücksbringer zum neuen Jahr

| Autor: Lisa | Kategorie: Frühling  Sommer  Herbst  Winter 

Wenn sich das Jahr in diesen Tagen langsam dem Ende zuneigt, machen sich viele Menschen in den letzten Dezembertagen Gedanken über das alte und das anstehende neue Jahr, über Wünsche und Vorsätze, die in der Silvesternacht mit über die Schwelle genommen werden sollen. Aber nicht nur die eigenen Wünsche stehen im Vordergrund, sondern auch Familie und Freunde sollen mit guten Gedanken bedacht werden. Wenn die Uhr dann Mitternacht schlägt, wünscht man sich ein „Frohes neues Jahr“, das mit glücklichen Momenten gefüllt sein soll. Symbolisch für diesen Wunsch wird in den Tagen um die Jahreswende oftmals auch der sogenannte Glücksklee (Oxalis tetraphylla) verschenkt.

In Schleswig-Holstein wächst das Glück: Hier zieht die Firma Bull Gartenbau jedes Jahr tausende Glücksklee-Pflanzen heran. BIldnachweis: Bull Gartenbau

Was man über Glücksklee wissen sollte
Das Kleeblattmotiv findet sich häufig in der Silvesterdekoration wieder, denn traditionell gilt ein vierblättriges Kleeblatt seit jeher als Glücksbringer. Botanisch muss man zwischen dem Klee, den man auf den heimischen Wiesen findet, und dem Glücksklee, der als Topfpflanze besonders in der Zeit um Silvester angeboten wird, unterscheiden. Der Klee, der auch im Garten daheim wächst, weist meist dreiblättrige Blätter in verschiedenen Grünnuancen auf und seine Blüten präsentiert er in Rosa oder Weiß. Findet man z.B. im Garten ein vierblättriges Kleeblatt, ist das sozusagen ein echter Glücksgriff. Botanisch gehört die Pflanze zur Gattung Klee (Trifolium).

Der Trivialname führt hier in die Irre: Glücksklee (Oxalis tetraphylla) und Klee (Trifolium), den man zumeist dreiblättrig z.B. aus dem heimischen Garten kennt, pflegen botanisch keine verwandtschaftlichen Verhältnisse.

Glücksklee hingegen ist eine Zwiebelpflanze, die ursprünglich aus Südamerika stammt. Die Pflanze hat vierblättrige Blätter, ein dunkles Zentrum und zählt zur Gattung Sauerklee (Oxalis). Im Französischen wird dieser Unterschied übrigens bereits im Gattungsnamen Faux-trèfle (übersetzt: „falscher Klee“) deutlich. Glücksklee kann Blüten in Rosarot entwickeln, die einen harmonischen Kontrast zu den grünen Blättern bilden. Generell ist Glücksklee eine mehrjährige Pflanze und kann somit auch noch über Silvester hinaus mit grünen Akzenten und vielleicht auch mit Blüten in der heimischen Dekoration punkten.

Es lohnt sich, Glücksklee auch über Silvester hinaus zu kultivieren, da die Pflanze sich ab ca. April mit Blüten in dunklem Rosarot schmückt. Bildnachweis: shutterstock.com/Matauw

Damit der „Glücksbringer im Topf“ von längerer Dauer ist, sollten Sie folgende Punkte bei der Pflege unbedingt beachten:

  • Temperatur: Glücksklee (Oxalis tetraphylla) fühlt sich in kühleren Umgebungen wohl und sollte daher in Räumlichkeiten mit Temperaturen zwischen 10 und 15°C untergebracht werden. Sobald im Frühjahr die frostigen Nächte vorbei sind, kann der Glücksklee, der nicht winterhart ist, auch nach draußen in den Garten oder auf den Balkon gestellt werden.

  • Licht: Viel Licht ist gewünscht. Der Glücksklee mag es hell und sonnig. Platzieren Sie Ihre Pflanze daher gerne auf der Fensterbank, aber vermeiden Sie es, den Glücksklee trockener Heizungsluft auszusetzen.

  • Wasser: Zwiebelpflanzen haben die Eigenschaft, in ihren Zwiebeln sowohl Nährstoffe als auch Wasser zu speichern. Aus diesem Grund sollte der Glücksklee nur moderat gegossen werden. Bevor er also wieder eine Portion Wasser erhält, sollte überprüft werden, ob die Erde bereits angetrocknet ist. Wird zu viel gegossen, besteht die Gefahr, dass die Pflanze zu faulen anfängt und schlussendlich eingeht.

  • Düngen: Nach dem Winter, ca. ab April, sollte der Glücksklee regelmäßig eine Düngerzugabe erhalten. Hierfür eignet sich beispielsweise ein flüssiger Bio-Volldünger, der nach Anleitung zu verwenden ist.
Glücksklee ist mehrjährig – mit ein bisschen Pflege feiert der Glücksklee auf der Fensterbank auch mehr als ein Silvesterfest.

Was die Gattung Oxalis neben Glücksklee auch noch bereithält
Neben dem Glücksklee hat die Gattung Oxalis aber noch mehr zu bieten: Ein weiterer Vertreter aus dieser Gattung – und somit mit dem Glücksklee verwandt – ist z.B. der Peruanische Sauerklee (Oxalis tuberosa). In seiner Heimat in Südamerika findet Oxalis tuberosa häufig Verwendung in der Küche. Aber auch hierzulande kann der Peruanische Sauerklee, der ebenfalls unter dem Namen Oca bekannt ist, im Garten oder auch auf dem Balkon kultiviert werden. Zu beachten ist hierbei nur, dass die Pflanze nicht winterhart ist. Der Peruanische Sauerklee bereichert dabei nicht nur optisch das Beet oder den Balkonkasten, sondern kann mit seinen Knollen zudem das klassische Gemüseangebot ergänzen. Verarbeitet werden können die Knollen in der Küche analog zu Kartoffeln. Die Ernte der Knollen steht ca. im Herbst bzw. im Spätherbst an. Generell sollte beim Verzehr, vor allem auch bei der Verwendung der Blätter, der Erntezeitpunkt sowie die Menge beachtet werden, da Peruanischer Sauerklee – wie beispielsweise auch Rhabarber – Oxalsäure enthält, die nicht übermäßig verzehrt werden darf.

Das Team vom Grünen Blog wünscht Ihnen einen guten Start in ein glückliches neues Jahr 2020.

Schlagworte: Glücksklee, Oxalis, Sauerklee, Silvester

Weitere Informationen:
Bull Gartenbau

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