Charmante Weggefährten – Stauden, die als Begleiter von Rosen eine gute Figur machen

| Autor: Lisa | Kategorie: Frühling  Sommer  Herbst 

Mit Beginn des Frühsommers spielen auch die Rosen wieder eine der Hauptrollen im Garten. Kleine oder große Blüten in den vielfältigsten Farben, die mitunter herrlich duften, schmücken die grünen Oasen. Mit der richtigen Kulisse kann der große Auftritt der Rosen wunderbar inszeniert werden: Prädestiniert hierfür sind verschiedene Stauden, die auch nach der zweiten Blüte der Rosen im August noch ein stimmungsvolles Ambiente im Beet schaffen können. In diesem Blogbeitrag stellen wir Ihnen eine Auswahl passender Stauden in Blautönen vor.

Bildnachweis: shutterstock.com/Natalia Greeske

Blaublühende Stauden passen farblich perfekt zu verschiedenen Rosen und je nach Farbkombination werden ganz unterschiedliche Effekte erzeugt. Elegant wird es in Verbindung mit weißen oder rosafarbenen Rosen, kontrastreich mit Rosen in Gelb- oder Orangetönen und impulsiv mit intensiven Rot- und Pinktönen. Den Kombinationsmöglichkeiten sind hier nahezu keine Grenzen gesetzt. Ein großer Vorteil ist auch, dass viele Stauden keine tiefen Wurzeln ausbilden und somit den tiefwurzelnden Rosen nicht in die Quere kommen. Wenn Sie sich für Stauden entscheiden, die etwas höher wachsen und somit auf Augenhöhe mit den Rosen sind, sollten Sie darauf achten, dass zwischen den Stauden und den Rosen ausreichend Platz ist, damit ein Abtrocknen der Rosen, und vor allem der Blätter, gewährleistet ist. Schafft man der Rose diesen Freiraum nicht, kann es zu Pilzbefall kommen.

Katzenminze (Nepeta)
Als robuste Begleitung für Rosen mit einer entzückenden Optik gilt die Katzenminze (Nepeta). Mit ihren zahlreichen Blüten in tiefem, fast unergründlichem Blau-Violett, zaubert z. B. die Sorte Nepeta x faassenii 'Walkers Low', die ungefähr 70 cm hoch werden kann, ein stilvolles Umfeld für die elegante Rose.

Kugeldistel (Echinops)
Eine interessante Verbindung ergibt sich auch aus der Kombination mit Kugeldisteln (Echinops). Mit ihrem eigenwilligen, stacheligen Aussehen bilden sie einen ansprechenden Kontrast zu den edlen Rosen. Auch wenn die Rosen ihren großen Auftritt schon längst hinter sich haben, brilliert die Kugeldistel weiterhin mit ihrer ungewöhnlichen Optik im Garten und setzt strukturelle Akzente im Beet.

Zierlauch (Allium)
Spätblühender Zierlauch, wie z. B. die Sorte Allium 'Globemaster', passt einfach perfekt zu Rosen. Mit seinen auffälligen, großen kugeligen Blütenköpfen in sattem Violett, die sich aus zahlreichen kleinen sternförmigen Blüten zusammensetzen, sorgt der der Zierlauch ab circa Juni für echte Sternstunden im Beet. Auch nach der Blüte zeigen die Blütenstände von Allium ihre ganz eigenen Reize.

Steppen-Salbei (Salvia nemorosa)
Harmonisch gehen die schlanken Blütenkerzen des Steppen-Salbeis (Salvia nemorosa) mit Rosen einher. Steppen-Salbei ist in verschiedenen Farbvariationen, unter anderem auch in eleganten Blau- und Violett-Tönen, erhältlich.

Kandelaber-Ehrenpreis (Veronicastrum virginicum)
Gigantisch ist auch, im wahrsten Sinne des Wortes, die Kombination von Rosen mit Kandelaber-Ehrenpreis (z. B. Veronicastrum virginicum 'Fascination'), der bis zu erstaunliche 1,80 Meter hoch werden kann. Die violetten Blütenähren harmonieren nahezu mit dem gesamten Farbspektrum der Rosen.

Storchschnabel (Geranium)
Der in einem kraftvollen Blau-Violett blühende Pracht-Storchschnabel (Geranium x magnificum) bildet einen perfekten, aber unaufdringlichen Rahmen für die diversen Rosenschönheiten. Die Sorte Geranium x magnificum 'Rosemoor' erreicht beispielsweise eine Wuchshöhe von bis zu 60 cm und kann somit wunderbar mit höheren Rosen kombiniert werden. Als charmanter Weggefährte behauptet sich aber beispielsweise ebenso die Geranium Hybride 'Rozanne'.

Eines haben die oben vorgestellten Stauden alle gemeinsam: Pflanzen Sie diese in Ihren Garten, werden Sie mit relativ großer Sicherheit bald Besuch von verschiedenen Nektarliebhabern und Pollensammlern erhalten, denn all diese reizenden Stauden schaffen als Futterpflanzen in Ihrem Garten ein insektenfreundliches Umfeld.

Echte Allrounder sind auch die beiden eher niedrig wachsenden Frauenmantel-Arten Alchemilla epipsila und Alchemilla mollis, die in dezentem Hellgrün bzw. Gelbgrün die Rosen sanft umspielen.

Unser Tipp vom Mainau-Gärtner
Zwar passt Lavendel optisch wunderbar zu Rosen, verträgt auch trockenere Phasen im Sommer und ist gerne bei Insekten gesehen, dennoch ist er als Weggefährte für Rosen aufgrund der unterschiedlichen Bodenansprüche nur bedingt geeignet. Für eine gelungene Partnerschaft zwischen Rosen und Lavendel müssen Sie daher unbedingt folgende Aspekte beachten:

  • Pflanzen Sie Lavendel und Rosen in Kombination nur mit einem ausreichenden Abstand.
  • Wenn Sie Ihre Rosen kontinuierlich düngen, kann das zu viel für den Lavendel sein, der eher nährstoffarme Umgebungen bevorzugt.
  • Zu viel Gießwasser schadet sowohl dem Lavendel als auch den Rosen und die Bewässerung von oben, z. B. mittels eines Rasensprengers, vertragen beide nicht.
  • Lavendel und Rosen sind wahre Sonnenanbeter und fühlen sich daher nur an einem sonnigen Platz wohl.
  • Sowohl Lavendel als auch Rosen fordern einen regelmäßigen Schnitt ein.

Schlagwörter: Stauden, Rosen, Pflanzkombinationen, Pflanzpartner, Lavendel, insektenfreundlich

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